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Oberösterreich
Illusionen braucht der Mensch / l'Homme a besoin d'illusions
Berlin / 2009-04-23
Catherine Umbdenstock |
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DE - Illusionen braucht der MenschStationen eines Abstiegs„ Mir is manchmal, wenn ich am Steuer sitz, oder auch im direktn Verkehr mit den Kundn, der ja persönlich sein muß, wie es heißt, als wär das gar ned ich, als wär das irgendeiner, der keine Bedeutung hat. Ich. … In der Arbeit is das noch verständlich, weil man nicht mit dem Herzen dabei is. … Aber manchmal, wenn wir zwei beinand sind, weil es zu die Intimitäten kommt, is wie in der Firma. … Man macht etwas, irgendeiner der zufällig man selber is, sozusagn, und das ham schon Millionen vorher gemacht, ganz genauso. … Keine Persönlichkeit dahinter.“ Anni und Heinz sind seit drei Jahren amtlich ein Paar. Ihre scheinbare Harmonie wird allmählich entzaubert, als Anni unerwartet schwanger wird. Unausgesprochene Verbindlichkeiten geraten aus dem Gleichgewicht, ans Licht gelangen vermeintlich gegensätzliche Lebensvorstellungen. Oberösterreich, 1972 geschrieben, bleibt von brennender Aktualität.
FR - L'Homme a besoin d'illusionsLes stations d'une chuteHaute-Autriche brosse, par sketchs, le portrait d’un couple de classe moyenne dont l'existence, en vacance du monde est toute entière tournée vers la consommation. Dans cette vie insulaire, la lecture des prospectus publicitaires semble avoir remplacé celle de la Bible, les clichés commerciaux la sagesse des nations. Un jour, la femme tombe enceinte. Faut-il garder l’enfant ?
Bien qu'écrit en 1972, Oberösterreich reste d'une actualité brûlante. Car misère sociale et détresse intérieure restent intimement liées : c'est dans un monde en crise, que l'homme a le plus besoin d'illusions.
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